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Feb 20 2017

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Sa. 18.03.2017 – 2. Chance: Veranstaltung „DER NSU-PROZESS“

Vortrag und anschließende Diskussion

mit dem Anwalt der Nebenklage Yavuz Narin
Samstag, 18. März 2017, 16:00 Uhr
Ort: Hörsaal 2 – Uni Lüneburg „Standort ROTES FELD!“, Wilschenbrucher Weg,  21335 Lüneburg

 

Aktualisierter Flyer zur Veranstaltung „Der NSU-Prozess“ mit Yavuz Narin am 18.03.2017 in Lüneburg

Am Samstag, den 18. März 2017 läd der Jugendverband Sozialistische Jugend – Die Falken, das Lüneburger Netzwerk gegen Rechts und der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA) der Universität Lüneburg erneut den Anwalt der Nebenklage im so genannten „NSU-Prozess“, Yavuz Narin, nach Lüneburg ein.

Bereits vor vier Monaten war er hier vor vollem Saal zu Gast und berichtete Spektakuläres aus dem Münchner NSU-Prozess und von den Hintergründen.
Narin kann über den –offenbar nun zuende gehenden– Prozess aus erster Hand berichten und aktuelle Tendenzen und Einschätzungen darüber abgeben, wie das Oberlandesgericht den Fall der Neonazistischen Terrorgruppe und ihr Unterstützer*innen-Umfeld behandelt.
Der Anwalt kann auch darüber Zeugnis ablegen, was zum Thema des Prozesses gemacht wurde und welche Themen ausgespart wurden.

Foto Y. Narin

Yavuz Narin, Anwalt der Nebenklage des NSU-Prozesses (Foto: Jürgen Pohl)

Hintergrund:
Der so genannte NSU („Nationalsozialistischer Untergrund“) hat sich 2011 selbst „aufgedeckt“. Im Laufe von 13 Jahren, ermordete er mindestens zehn Menschen, verübte mindestens drei Bombenanschläge und zahl­rei­che Raubüberfälle.

 Seit 2013 läuft das Gerichtsverfahren dazu vor dem Münchener Ober­landesgericht. Die Verstrickungen von Polizei und vor allem den Ge­heim­diensten in dieses rassistische Netzwerk sind unübersehbar und noch immer nicht im Ansatz aufgeklärt. Das zeigt sich beispielsweise im Vor­gehen des so genannten „Verfassungsschutzes“: So wurden etwa beim Bun­des­amt für Verfassungsschutz wichtige Akten zu V-Leuten vernichtet. Dies geschah ausgerechnet am 11.11.2011 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion und wurde später als „Operation Konfetti“ bekannt. Wie konnte es sein, dass die drei überzeugten Täter*innen unter den Augen von Polizei und „Verfassungsschutz“ rauben, bomben und morden konnten?

Ist der „Verfassungsschutzkomplex“ Bestandteil der Verhandlungen? Wie ist der Stand im Gerichtsverfahren und wie kann eine mögliche Prognose aussehen?

Dies sind nur ein paar der Fragen, die noch geklärt werden müssen, aber die auch Thema des Vortrages von Yavuz Narin sein werden.

In absehbarer Zeit soll ein Urteil in dem Prozess fallen.

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