Solidarität…
Montag, 22. Februar 2010 14:38 Antifaschismus, News, Solidarität
…ist in jedem Fall gut und wichtig…
Manchmal jedoch geht sie ins Leere.
Wir blicken zurück: Die Fördebande hatte bundesweit bekannt gemacht, dass eine Frau aus ihren Reihen per Drohbriefen von Nazis massiv bedroht wurde.
Diese Veröffentlichung war gut und richtig, denn diese Art der Einschüchterung und Bedrohung ist kein Einzelfall. Handeln war angesagt!
All dies stellte sich nun als großer Irrtum heraus. Wie die Fördebande bereits am 8. Februar öffentlich machte, scheint die Betroffene aus nicht geklärten Gründen ein Großteil der Vorkommnisse vorgegeben zu haben. Inwieweit sie einen realen Hintergrund haben, ist unklar. Die Fördebande geht mittlerweile davon aus, dass die Frau aus einem Krankheitshintergrund heraus so handelte…
“Zum jetzigen Zeitpunkt stellen wir sogar in Frage, ob die Drohbriefe tatsächlich aus fremder Feder stammen. Uns fällt es schwer zwischen den wahren und den erdichteten Geschehnissen zu unterscheiden, insbesondere weil scheinbar für Cora selbst eine Differenzierung nicht möglich ist: Inzwischen wissen wir, dass Cora vermutlich krankhaft unter Realitätsverlust und Angstzuständen leidet. Diese traurige Erkenntnis holt uns jetzt ein.
Wir bedauern, dass wir uns vor einen Karren haben spannen lassen, der Vorwürfe transportierte, die zu einem erheblichen Teil nicht haltbar sind. Anfänglich gab es für uns keinen Grund zum Misstrauen gegenüber Coras Aussagen. Es gab keine Hinweise, die uns hätten veranlassen können Cora unser Vertrauen zu verweigern.
Was tatsächlich bleibt, ist lediglich eine verbale Auseiandersetzung in einem Linienbus zwischen Cora und einem jungen Neonazi aus Nordhackstedt und einige Naziaufkleber, die in der Nähe von Coras ehemaligen Wohnhauses geklebt wurden. Das ist nicht viel und dementsprechend kein Grund für weiteres Aufsehen.”
Zitat Fördebande, 8.2.2010
in einem offenen Brief an die
Presse und an UnterstützerInnen
Solche Vorfälle, wie die schnelle Veröffentlichung oder auch unsere schnelle Reaktion darauf sind in diesen Zeiten, in denen 5ooo Nazis durch Dresden marschieren, in denen Menschen auf offener Straße von Nazis umgebracht werden, wo laufend iregndwelche Anschläge von Rechts ausgehen, unerlässlich. Es ist besser in einem solchen Fall zu agieren, als jemand schutzlos solchen Bedrohungen auszusetzen.
Unerlässlich sind dann aber auch Veröffentlichungen, wie diese hier, wenn sich etwas als nicht der Wahrheit entsprechend herausstellt!


