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Mrz 11

Fukushima = 5 Jahre Mega-GAU

Infotisch des Lüneburger Aktionsbündnis' gegen AtomAm 11. März 2011 wurde Japan und weitere Teile Ostasiens durch ein sehr starkes Erdbeben der Stärke 9 erschüttert. Der dadurch ausgelöste Tsunami überschwemmte mit mehr als 15 Meter hohen Wellen den Nordosten der Hauptinsel Japans. An dieser Küste liegen mehrere Atomkraftwerke, so auch das mit 6 Reaktorblöcken große Atomkraftwerk Fukushima Daiichi.

Die Flutwellen ergossen sich über die gesamte Anlage und setzten auch die sehr niedrig liegenden Notstromaggregate unter Wasser, machten sie unbrauchbar. Ein Notbetrieb, gerade auch aller Notfalleinrichtungen war dadurch unmöglich – der Regelbetrieb mit Hilfe externer Versorgung war ebenso komplett unterbrochen.

Die Folge: Vier der sechs Reaktoren havarierten, bei einem (Reaktorblock 3) wird zudem angenommen, dass es neben den Wasserstoff-Explosionen sogar zu einer nuklearen, schnellen Kettenreaktion kam, die eine nukleare Explosion auslöste.

IMG_2367Später findet man im fast 20km weit entfernten Minamisoma sogar Kernbrennstoff auf den Straßen. Man nimmt an, dass er bei dieser Explosion des Reaktorblocks 3 weit in die Landschaft geschleudert wurde… Schockierend.

Dies alles ist nun erst 5 Jahre her und im Gegensatz zu Tschernobyl 1986, wo auch nach 10 Jahren der Schock über diesen Supergau eines Reaktors in der Ukraine noch zu spüren war, scheint der Schock von Fukushima, bei dem in 3 Reaktoren Kernschmelzen passierten, schon nahezu komplett verdrängt.

Um diesem Verdrängen etwas entgegen zu setzen, fanden sich gestern, nach einer Demonstration die vom BUND organisiert wurde, bei der Mahnwache am Sande vor der IHK rund 60 Menschen ein, die der Opfer dieser Katastrophe gedenken und vor dem Weiterbetrieb von Atomkraftwerken mahnen wollten.

IMG_2364Denn auch hierzulande kann jederzeit und in jeder Atomanlage ein so schwerer Störfall entstehen, wie in Fukushima. Die westlichen AKW sind alt und marode. Die Betreiber stecken keine Mittel mehr in die Instandsetzung der Altreaktoren. Wie in Fessenheim, Tihange-2, Doel-3 zu sehen ist: Die Reaktoren pfeifen aus dem letzten Loch.

Es braucht also noch nicht einmal eine Tsunami, um die Steuerung eines AKW ausßer Gefecht zu setzen – es reicht, wie in Fessenheim, ein profaner Kühlwasserleitungsbruch und schwupps geht gar nichts mehr.

Lasst uns gemeinsam dafür kämpfen, dass dieser Spuk bald ein Ende hat – damit ist auch das schön geschmierte Geschäft der Brennelementefertigung in Lingen und der Urananreicherung in Gronau gemeint, denn die sind von jeglichen Ausstiegsszenarien komplett ausgenommen!

 

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