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Mai 20

“Runder Tisch” des Kreisjugendring Lüneburg e.V. mit MdBs im Reppenstedter JuZ

Der KJR hatte eingeladen und der Mehrzweckraum vom Jugendzentrum Reppenstedt war voll. Das Thema „Ehrenamtlichkeit in der Jugendarbeit“ brachte die Aktiven mit unseren bundespolitischen Vertretern an einen Tisch.

Die RednerInnen und der GastgeberAuszüge aus einem Bericht von Jens Burmester: „In drei Gruppen wurde rege zu den Themen „Förderung des Ehrenamtes“, „Ehrenamt und Beruf“ und „Vereine und Ganztagsschulen“ diskutiert. Die … Anwesenden aus verschiedenen Vereinen und Gruppen waren sich dahingehend einig, dass die Würdigung des Ehrenamtes zu kurz kommt, die bürokratischen Hürden immer höher werden und die geleistete Arbeit für einen Berufstätigen im Verein nicht mehr zu leisten sei. Der Gedankenaustausch untereinander war sehr fruchtbar und anregend.

Vor allem die Ganztagsschulen werden den Vereinen und KJR-Mitgliedsgruppen in den kommenden Jahren arge Bauchschmerzen bereiten. Denn die jetzt noch Vereinsaktiven werden irgendwann die die Klubs verlassen, wenn das Sportangebot nicht verbessert und erweitert wird. Kinder und Jugendliche aus den Ganztagsschulen in die Vereine zu holen, wird nicht möglich sein, wenn bis ca. 16 Uhr der Unterricht läuft. „Danach sind sie froh, wenn sie für sich noch Zeit finden. Da rafft sich keiner mehr auf, Vereinssport zu betreiben. Fakt ist: Ohne Ehrenamtliche kann ein Verein nicht existieren. Und Nachwuchs zu bekommen ist verdammt schwer, denn das Freizeitverhalten hat sich stark verändert“, so ein Teilnehmer.

Besonders beängstigend sei die Verknüpfung Verein und Beruf. Kaum ein Arbeitgeber wird seinen Mitarbeiter für ehrenamtliche Einsätze freistellen, geschweige denn Sonderurlaub gewähren. Der Druck im Arbeitsleben steigt und somit auch die Angst, seinen Job zu verlieren. Also bleibt oftmals das Engagement im Ehrenamt auf der Strecke. Somit müssen seitens der Politik für den Arbeitgeber Anreize geschaffen werden, die dem Ehrenamt Rechnung tragen. Daran wollen Lotze, Verlinden und Pols unter anderem arbeiten.

Auch Vertreter der hiesigen Feuerwehren kämpfen seit Jahren um mehr Anerkennung im Ehrenamt. Sie selber erhalten keinen Cent, müssen aber im Ernstfall sofort einsatzbereit sein und riskieren teilweise auch ihr Leben. Das Vereine über die Ehrenamtspauschale ihren Ehrenamtliche einen gewissen Salär auszahlen können, ist möglich. Dies muss aber finanziell vom Verein machbar sein.“

Nicht alle Themen können hier aufgegriffen werden – in den über 2 Stunden mit intensiven Gesprächen war auch die Meinungs- und Themenvielfalt groß. Aber unsere 3 politischen Vertreter machten sich eifrig Notizen, waren froh über die gesammelten Anregungen und Forderungen und sagten eine weitere Aufarbeitung in ihrer politischen Arbeit zu. Auch sie waren und sind ehrenamtlich Tätig – und in diesem Punkt sicher mit Allen einig: Ehrenamt ist unbezahlbar!

(Quelle: Pressemitteilung des Kreisjugendrings / Jürgen Dittmer)

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