Apr 17

Der Tag der Arbeit am 1. Mai kann kommen

Auch in diesem Jahr werden wir Falken wieder an “unserer Ecke” auf dem Lamberti-Platz tolle Aktivitäten für Kinder und Jugendliche bereit halten. Jetzt traf sich die Vorbereitungsgruppe, um das zu planen und den Materialeinsatz abzuschätzen. Am Dienstag, den 1. Mai geht’s dann los.

Mit der Kinderschmink-Station, einem Stencil-Tisch, einer Mal-Aktion und vielleicht auch einer Slackline für die ganz Mutigen.

Außerdem wird es auch wieder die Zeltlager-Patenschafts-Aktion geben, zu der dann von der Bühne auch wieder ein Aufruf kommen wird.

Aber vorher beteiligen wir uns am Antikapitalistischen Block im Rahmen der 1. Mai-Demo.

Wir freuen uns auf Euch und Dich…

Mrz 27

Neue Falken-Gruppe im Bereich Stade/Buxtehude

Seit heute gibt es einen neuen Falken-Ortsverband bei Stade: Den OV Niederelbe.

Herzlich Willkommen, Genoss*innen!!!

Aktiv sind dort rund zehn junge Leute, die unglaublichen Biss und extrem motiviert sind. Allesamt im Sport aktiv und so wundert es auch nicht, dass sie viele solche Angebote in der Region Niederelbe starten und dabei sind, sich einen guten Namen zu verdienen.

Wir freuen uns, dass sich nun neben der Gruppe in Lüchow weitere starke Ortsverbände gründen.

2018 wird in Niedersachsen ein richtig tolles Falken-Jahr!!!

Mrz 12

Lüneburger Jugendforum nimmt Stellung zur “Causa Scharf”

Anfang des neuen Jahres sorgte der Videoauftritt des Lüneburger Bürgermeisters Dr. Gerhard Scharf in einem Youtube-Video eines rechten Bloggers für eine breite Diskussion in Lüneburg und darüber hinaus. Mittlerweile hat sich die Diskussion vertieft und dreht sich um das gesamte Themenfeld der Lüneburger Gedenk”kultur”. Sie war seit Jahrzehnten mit der so genannten “Lüneburger Linie” dahingehend charkterisiert, dass umstrittene Denkmale und Gedenksteine nicht aus der Öffentlichkeit verbannt wurden – aber durch Erklärungstafeln historisch eingeordnet werden sollten… Dies wurde durch die “Manske-Friedensstiftung” in die Tat umgesetzt.

Leider auf eine Art und Weise, die große Zweifel an der historischen Expertise aufkommen ließen, ja bis hin zum Vorwurf, hier sollte die Lufthoheit über die Geschichtsschreibung durch diese Stiftung errungen werden. Die Tafeln der Stiftung waren überwiegend in Tonfall und Diktion einem Gedenken der Gefallenen (Wehrmachtsangehörigen) verfasst – das Gedenken der Opfer wurde meist erst nach öffentlichen Diskussionen, nachträglich und dürftig (zweifelhaft) hinzugefügt.

Nun, im Nachgang und einigem Abstand nahm sich das neu gegründete Lüneburger “Jugendforum” noch einmal des Themas “Causa Scharf” an und beschloss folgende Stellungnahme. Sie ging zeitgleich auch der Landeszeitung und den Fraktionen des Lüneburger Rats zu. Eine Pressereaktion (Landeszeitung) war bis dato nicht zu erkennen.

Statement des Jugendforums Lüneburg

Der Lüneburger Bürgermeister Gerhard Scharf (CDU), der durch seine Äußerungen im Video eines rechten YouTube-Bloggers auffällig geworden ist, hat durch die Bekräftigung seiner Aussagen am Ende des Videos und durch die Offenbarung seiner Funktion in der Stadt Lüneburg deutlich gemacht, dass er bitterernst meinte, was er gesagt hat. Seine rechtsnationalen Äußerungen zur 110. Infanterie-Division und die Erinnerungskultur in Deutschland jetzt wegen einer späten und nicht überzeugenden Entschuldigung, die er drei Minuten vor dem Rat der Stadt verlesen hat, zu vergessen und ihn weiterhin in Amt und Würden zu belassen, ist politische Blauäugigkeit.

Wir als Jugendforum der Hansestadt Lüneburg, als Interessenvertretung von Jugendlichen in und um Lüneburg, wollen es bei dieser bloßen Feststellung aber nicht belassen. Das Jugendforum erklärt sich unzufrieden mit dem schlaff en Ergebnis in der Scharf-Affäre. Darin, sich nicht entschieden gegen nationalistisch-rassistische Aussagen zu positionieren, sehen wir eine große Gefahr für den langfristigen Erhalt unserer Demokratie und die Grundrechte aller Menschen, egal von woher.

Wir lassen uns, im Gegensatz zu manchen Ratsmitgliedern nicht beeindrucken von Verdienstkreuzen und Doktortiteln: für uns entscheiden andere Werte, ob ein Volksvertreter ist oder nicht. Die 37 Ratsfrauen und -herren sitzen nicht zum Spaß im Stadtrat, sondern unter anderem, um uns ein Lüneburg zu vererben, in dem als absolutes Minimum diese Werte gelten: Toleranz, Weltoffenheit, historische und gegenwärtige Sensibilität. Die Parteien, die für den Verbleib von Bürgermeister Scharf gestimmt haben (CDU, AfD und Teile der SPD), haben diese Haltung nicht unter Beweis gestellt. Das Jugendforum Lüneburg prangert dies in aller Deutlichkeit an. Von Personen wie Gerhard Scharf trennen uns allzu große weltanschauliche Differenzen. Daher bitten wir den Rat, seine ohnehin knappe Entscheidung noch einmal zu überdenken und Herrn Scharf ggf. in den Ruhestand zu schicken.

Jugendforum Lüneburg, den 28.02.2018″

Feb 13

Nur Du und ein*e Politiker*in = “Dinner for one”

Jugendversammlungen haben in Lüneburg schon Tradition – vor allem im Wahlkampf…

Bei der letzten Wahlkampf-Fishbowl kam die Idee auf, dass Ihr einmal –ohne Wahlkampf, ohne den Profilierungsnerv der Parteien untereinander– am Besten nur mit einer*einem Politiker*in einer Partei ins Gespräch kommen wollt.

Wir nennen dieses neue Format “Dinner for One”. Nur Du / Ihr und ein*e Parteivertreter*in im Gespräch über Deine / Eure Themen…

Den Auftakt machen wir mit Holger Nowak (SPD). Er ist unter anderem Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses – also Deinem / Eurem wichtigsten Ausschuss des Rates der Hansestadt Lüneburg.
Stelle ihm Deine Fragen, konfrontiere ihn mit Deinen Entdeckungen in Lüneburg…

Wann: Mittwoch, 21.02.2018, ab 16:30 Uhr
Wo: Finke – Café & Community,
Finkstraße 4 (gegenüber dem Karstadt-Hinterausgang “Finkstraße”)

Es gibt lecker Bowle und es wird sicher ein spannender Abend
… mit Dir und Euch!

Jan 11

„Rosa & Karl“-Wochenende der SJD – Die Falken

„Rosa & Karl“-Wochenende der SJD – Die Falken zum 99. Jahrestag der Ermordung von Liebknecht und Luxemburg

Jugendliche aus ganz Deutschland werden in Werftpfuhl und Berlin zum historisch-politischen Gedenk- und Seminarwochende der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken erwartet.

Bereits zum 19. Mal richtet die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken vom 12.-14. Januar 2018 ihr alljährliches „Rosa & Karl“-Wochenende aus. Dafür werden zunächst Jugendliche aus ganz Deutschland in die Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein in Werftpfuhl bei Berlin kommen, um in mehrtätigen Workshops und Seminaren über die Geschichte der Arbeiter*innenbewegung und aktuelle politische Themen zu diskutieren. Am Sonntag wird es dann im Berliner Tiergarten eine Gedenkveranstaltung für Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg geben. Die beiden Sozialist*innen und entschiedenen Gegner*innen des Ersten Weltkriegs wurden vor 99 Jahren von rechten Freikorps-Offizieren ermordet.

Jan Frankenberger, stellvertretender Bundesvorsitzender der SJD – Die Falken erläutert hierzu: „Form und Inhalt unseres spezifischen Gedenkens an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden und werden in unserem Verband breit diskutiert. Für uns steht fest, dass wir keine Heldenverehrung, keinen Personenkult betreiben wollen. An diesem Wochenende an Luxemburg und Liebknecht zu erinnern, ist für uns nicht nur eine Gelegenheit uns mit ihren politischen Ideen und ihrem revolutionären Vermächtnis auseinanderzusetzen, sondern einem historischen Moment zu gedenken, in dem die Umwälzung der Verhältnisse und eine bessere Gesellschaft praktisch greifbar waren.“

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Nov 08

Neue Falken-Gruppe in Lüchow

Seit Mitte Oktober gibt es nun endlich eine coole Falken-Gruppe in Lüchow-Dannenberg. Falken-Strukturen entwickeln sich gerade rasant neu in Nordniedersachsen und so haben sich in der Kreisstadt Lüchow Jugendliche auf den Weg gemacht, ihre eigenen Strukturen vor Ort zu initiieren.

Und sie haben auch schon gleich ein spannendes Thema, zu dem sie arbeiten wollen: Es geht um Bildung und das Schulsystem.

Wenn Du auch Lust hast, dabei zu sein und in einer solidarischen, jungen, engagierten Gruppe Spaß, Diskussion und Aktion miteinander zu verbinden, dann kannst Du gleich loslegen: Die Gruppe trifft sich

immer am
1. Montag im Monat,
im Gruppenraum der Bürger*innen-Initiative Umwelschutz Lüchow-Dannenberg
Rosenstr. 20
29439 Lüchow

Das nächste Treffen ist am Montag, 04.12.2017

Kontakt mit der Gruppe kannst Du per Mail aufnehmen: falken-luechow [ät] falken-nordniedersachsen.de

Nov 08

Do. 23.11.: Vortrag “Erziehung/Selbstbildung zur Utopiefähigkeit”

Viele Menschen können sich heute eher ein Ende der Welt als ein Ende des Kapitalismus vorstellen. Erziehung in Kindergarten und Schule zielt zumeist auf die Anpassung in die bestehende Gesellschaft, kritische Bildung findet auch an Berufsschulen und Universitäten immer weniger statt. Um so wichtiger für eine emanzipatorische Linke, sich über Konzepte einer „ Gegenerziehung“ (Marcuse) und „Utopiekompetenz“ (Negt) auszutauschen. Wie können Erziehung/Selbstbildung utopisches Denken, als Kritikfähigkeit und Möglichkeitssinn, als Begehrensausdruck und Motivation für praktisches Handeln, befördern? Darüber wollen wir bei diesem Workshop/Vortrag mehr erfahren und uns mit Allen Interessierten beraten. 

Zur Person: Dr. Alexander Neupert-Doppler studierte Politik, Geschichte und Philosophie in Osnabrück, wo er 2013 mit einer Arbeit zur Kritik des Staates („Staatsfetischismus“, 2013) promoviert wurde. 2015 erschien eine Fortsetzung zu utopischem Denken („Utopie“, 2015) in der theorie.org-Reihe. 2017 kommt beim Lüneburger Verlag zu Klampen eine Übersetzung von Vorlesungen des Philosophen Herbert Marcuse heraus („Kapitalismus und Opposition“, 2017), für nächstes Jahr ist ein Sammelband zum Thema „Konkrete Utopien 2018“ geplant. Neupert-Doppler arbeitet als Bildungsreferent für die Sozialistische Jugend / Falken im Bezirksverband Hannover.

Wo?
Infocafé “Anna & Arthur”
Katzenstr. 2, 21335 Lüneburg

Wann?
Donnerstag, 23. November 2017
18:30 Uhr


 

Vortrag und anschließende Diskussion

Nov 08

Sa. 11.11.17, 19:30 Scala-Kino: “Berlin Rebel High School”

Schule, so wie sie die meisten kennen, ist nicht gerade spitzenklasse…

Im Gegenteil – Lernen wird oftmals zur Qual, so dass die meisten Kinder begeistert in die 1. Klasse kommen und ein großer Teil völlig entgeistert bereits die 2. Klasse verlassen…

Muss das so sein?

Überall auf der Welt kommen Menschen zusammen, um einen Neustart von Bildung und Lernen zu versuchen. Auch in Lüneburg wird ja gerade der Versuch unternommen eine “Freie Demokratische Schule” zu gründen, die komplett anders funktioniert, als das, was die meisten von uns in ihrem Bildungslebenslauf kennengelernt haben.

Und auch in Berlin gibt es seit über 40 Jahren ein Kollektiv, in dem die Schüler*innen, die oftmals in staatlichen Schulen zum Scheitern gebracht wurden plötzlich entdecken, was in ihnen steckt und dabei auf ein Schulkollektiv treffen, was urdemokratisch organisiert ist, sie ernst nimmt…

Darüber ist nun ein Kinofilm produziert worden, der am kommenden Samstag hier in Lüneburg gezeigt wird:

Scala-Programmkino
Apothekenstr. 17, 21339 Lüneburg

Berlin Rebel High School
Film und Gespräch mit Regisseur Alexander Kleider
Sa. 11.11.17, 19:30 Uhr

Trailer:

Okt 13

Seminar: “Prävention sexualisierter Gewalt in der Kinder- und Jugendarbeit”

ACHTUNG: DIESE VERANSTALTUNG SOLLTE BEREITS IM JUNI STATTFINDEN – MUSSTE ABER KURZFRISTIG ABGESAGT WERDEN.

NUN FINDET SIE STATT!!!
Der alte Flyer (unten rechts) ist aber bis auf den Termin noch gültig!!!

Sexualisierte Gewalt ist in der Kinder- und Jugendarbeit eine große Herausforderung. Speziell Jugendverbände, als große Jugendhilfeträger, setzen sich verstärkt mit dem Phänomen der sexualisierten Gewalt auseinander.

Dabei stehen die ehrenamtlich geprägten Strukturen der Jugendverbände einer besonderen Herausforderung bei der Prävention und Intervention von sexualisierter Gewalt gegenüber. Denn die Funktionär*innen haben zum Teil

Flyer zum Herunterladen

Flyer herunterladen: Mit “Rechts-Klick” auf das Symbolbild und dann “Ziel speichern unter..”

keine professionelle Ausbildung im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit, sondern machen ihre pädagogische Arbeit in ihrer Freizeit und in selbstorganisierter Form. Die Zusammenarbeit mit Menschen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, kann schnell zur Überforderung von ehrenamtlichen Strukturen führen. Dementsprechend ist die Angst und Hemmschwelle sich mit dem Thema und der parteilichen Arbeit mit Betroffenen zu beschäftigen, sehr hoch.

Gerade in einem ehrenamtlichen Kontext, der häufig auf persönlichen Beziehungen beruht, ist es wichtig, dass Prävention nicht von Einzelpersonen abhängig ist sondern strukturell angelegt ist.

In diesem Seminar wollen wir uns gemeinsam mit dem gesellschaftlichen Phänomen von sexualisierter Gewalt beschäftigen. Wir diskutieren und erarbeiten uns Ausmaß, Formen und Begrifflichkeiten und nehmen vor allem zentrale Täterstrategien und Betroffenenperspektiven in den Blick. Vertiefend werden wir uns dabei auch mit der rechtlichen Grundlage im Sexualstrafrecht auseinandersetzen und Eindrücke aus der praktischen Anwendung erfahren.

Sep 08

U18-Wahlveranstaltung: Volles (Glocken)haus und engagierte Jugendliche

Jugendliche diskutieren mit Bundestagskandidat*innenMit rund 80 Jugendlichen war die U18-Wahlveranstaltung, die die AG-Jugendpartizipation des Stadtjugendrings organisert hatte, knacke voll besetzt.

Nach der Vorstellungsrunde der eingeladenen Politiker*innen, ging die Fishbowl-Diskussion gleich in die Vollen, so dass nach kurzer Zeit feststand: Es muss noch ein Stuhl mehr für Jugendliche aufgestellt werden.
Und sie hatten nicht nur Fragen, sondern brachten auch ihre Meinungen, EInstellungen und Gedanken mit – und in die Diskussion ein.

Den Auftakt machte Emil (12) aus Lüneburg. Er wollte hatte in der Vorstellungsrunde von Michèl Pauli (Kandidat Die Linke) positiv wahrgenommen, dass der sich für bessere Fahrradwege und die Auto-unabhängige Beweglichkeit in den Städten aussprach. Nun wollte er von den anderen Parteien auch gern wissen, wie die sich dazu stellen.

Eckhard Pols (MdB CDU)Eckhard Pols (MdB CDU) wies darauf hin, dass es erst einmal eine Aufgabe der Städte und Gemeinden sei. Der Bund könne zwar Programme auflegen und damit die Länder unterstützen – aber die lassen wohl oftmals die Gelder auch versickern, so dass sie nicht in den Kommunen (Städte und Gemeinden) ankommt.
Hiltrud Lotze (MdB SPD) lud Emil dazu ein, das mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Sie würde sich sehr freuen, wenn er mit seinen Freunden mal zu ihr käme und sie die von ihnen entdeckten Missstände oder Ideen vorstellt.

Klaus Petrasek (FDP)Klaus Petrasek (Vertreter des Kandidaten, Herrn Schmidt-Jortzig, FDP) fand die Anregung von Emil sehr gut. Er berichtete von einem Beispiel aus den Niederlanden, in dem es um eine Gemeinde ging, die massive Verkehrsprobleme hatte und sie unter anderem durch die Förderung des Radverkehrs sehr gut in den Griff bekam.
Moritz Meister (Grüne Jugend und mit Hoger Schulz-Hendel Vertreter von MdB Julia Verlinden, B’90/Die Grünen) unterstützte Emil auch, er stellte kurz den Gedanken des “Shared Space” vor – dabei geht es um die “Entgrenzung” und gemeinsamer Nutzung des Verkehrsraumes mit höherer Verantwortung aller Verkehrsteilnehmer*innen für einander. Im Programm der Grünen spielt der Radverkehr schon immer eine Moritz Meister (Grüne Jugend)wesentliche Rolle, da es hierbei ja um ein emmissionsfreies Verkehrsmittel geht. Sie setzen sich unter anderem auch dafür ein, dass Fahrradfernwege gebaut werden, damit zum Beispiel auch das Pendeln zur Arbeit besser mit dem Rad möglich ist. Dafür setzen sich die Grünen ein, dass auf Bundesebene rund 800 Millionen Euro für diesen Ausbau bereitgestellt wird.

Nicht nur Lüneburger Jugendliche…

Aber die Youngsters kamen nicht nur aus Lüneburg, sondern beispielsweise auch aus Winsen/Luhe. So dass auch die Nachfrage von Özlem aus Winsen zur Infrastruktur dieser Kleinstadt zum Thema wurde. Sie bewegte, dass Städte, wie Winsen immer weniger für Kinder und Jugendliche zu bieten hat. Für alle Dinge der Freizeitgestaltung müsse man entweder nach Hamburg oder Lüneburg fahren. Was könne hier von der Bundespolitik gemacht werden – denn das sei doch kein Zustand…

Die Antworten der Politiker*innen fielen sehr unterschiedlich aus, so bezog sich Eckhard Pols (MdB CDU) zunächst schwerpunktmäßig nur auf Einkaufsmöglichkeiten. Man müsse den lokalen Handel stärken. Je mehr im Internet gekauft werde, desto stärker würde der Einzelhandel vor Ort geschwächt – da müsse man sich nicht wundern, wenn die Geschäfte aufgeben müssten…
Hiltrud Lotze (MdB SPD) wies darauf hin, dass das von Özlem angesprochene ein ganz zentrales Problem ist. Denn Aufgabe der Bundespolitik ist es ja, genau dafür zu sorgen, dass die Lebensverhältnisse in den vielen Städten und Gemeinden nicht zu weit auseinander fallen. Sie gab der Jugendlichen den Tipp, sich in Winsen auch mehr einzusetzen und sich in die Kommunalpolitik einzumischen. Dies sei sehr wichtig.
Michèl Pauly (Die Linke)Michèl Pauli wies darauf hin, dass die Bundespolitik schon etwas machen könnte: Die Kommunen entlasten und dadurch überhaupt erst die Spielräume zu schaffen, dass Kinder und Jugendliche in den Städten und Gemeinden gemeinsam mit der Kommunalpolitik etwas bewegen können. Denn die meisten Kommunen leiden unter ihrer Verschuldung und können gar nicht so viel machen, wie es vielleicht wollten.

Eine Menge mehr Themen standen in den gut eineinhalb Stunden auf dem Plan. So wurde auch über das Thema Schule gesprochen, Ganztagsschule wurde hier zu einem heiß umkämpften Schwerpunkt. Aber auch das Schulessen wurde angesprochen.Infomaterial der Sozialistischen Jugend - Die Falken
In einem anderen Diskussionsbereich drehte es sich um das Wahlalter, beziehungsweise um die Senkung des Wahlalters. Hier wurde gleich von mehreren Jugendlichen hinterfragt, wie die Politiker*innen dazu stehen, dass bei Senkung des Wahlalters, das Wählen vielleicht von Kindern nur als ein “Spaß” wahrgenommen würde. Oder ob Kinder und jüngere Jugendliche nicht zusehr von ihren Eltern in ihren Einstellungen beeinflusst werden würden?

Leider musste der erste Teil der Fishbowl dann zugunsten der U18-Wahl etwas gekürzt werden, jedoch nicht mit dem gewünschten Erfolg: Die Schulklasse aus Winsen/Luhe musste den Zug rechtzeitig erreichen und nahm dann doch nicht, trotz vorgezogener Wahl, daran teil.

Trotzdem gaben insgesamt 35 unter 18-jährige an der Wahl teil.
Während anschließend noch eine zweite Runde der Fishbowl lief wurde parallel die Auszählung vorgenommen und Präsentation der Wahlergebnisse vorbereitet.

Und hier sind sie – Eure Zahlen des Abends:
(Achtung: Bei der Auswertung im Rahmen der U18-Wahlveranstaltung ist uns beim Zählen ein Fehler passiert – mit fatalen Folgen: Es sind 3 Zweitstimmen nicht mitgezählt worden. Eine für die Grünen, eine für die Linke – und ganz ärgerlich: Die einzige Stimme für die CDU, die dadurch auf den Stand “aller anderen Parteien ohne eine Stimme” gefallen war.
Dafür möchten wir uns aufrichtig bei der CDU, Herrn Pols und den Wähler*innen entschuldigen, deren Stimmen nun in der ersten Präsentation nicht erschien!!!)

 

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